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CPU - Cooling

Arctic Freezer 13 CO CPU Kühler
Arctic Freezer 13 CO

Jede CPU braucht, um auf die Dauer zuverlässig arbeiten zu können, einen geeigneten Kühler. Viele oder eigentlich alle Hersteller legen ihren CPUs aus diesem Grund immer eine Kühleinheit bei, doch oft genug ist diese einfach nur schlecht und nicht wirklich wirkungsvoll. So ist das auch beim AMD Athlon II X4 640 der Fall. Der mitgelieferte Kühlkörper ist komplett aus Aluminium, was schon ein Minuspunkt ist und der Lüfter selbst ist ziemlich klein und muss daher deutlich höher drehen, als ein größerer Lüfter. So liegt es nahe, dass er bei höheren Drehzahlen auch ziemlich laut wird. Das Maximum an Drehzahl, was ich messen konnte, waren 5720UPM. Der Lüfter war sehr deutlich hörbar und hat einfach nur gestört. Selbst bei dieser Drehzahl hatte die CPU eine Temperatur von rund 60°C.

 

Dass das zu viel ist, dürfte klar sein. Aus diesem Grund habe ich mich dazu vorgerungen, meiner CPU eine neue Kühlung zu spendieren. Ich habe mich für einen Arctic Freezer 13 CO entschieden, da er mir von einigen Leuten empfohlen wurde. Das CO im Namen steht übrigens für Continous Operation und bedeutet, dass der Lüfter für den Dauerbetrieb konzipiert und ausgelegt ist.

Ausgepackt, zerlegt und begutachtet

Arctic Freezer 13 CO Kühlkörper
Der reine Kühlkörper ohne Lüfter

Der Kühler macht von Anfang an einen sehr guten Eindruck auf mich, da nichts klappert oder wackelt. Es fühlt sich alles sehr wertig und gut verarbeitet an. Er ist ca. 700g schwer, besteht aus einem abnehmbaren PWM-Lüfter mit 92mm Durchmesser, 4 Heatpipes aus Kupfer und hat Lamellen aus Aluminium. Dieser Mix ist zwar ein Kompromiss, aber er funktioniert gut. Das Kupfer leitet die Abwärme der CPU zuverlässig und schnell von ihr weg und verteilt sie auf die Lamellen. Diese werden dann durch den Luftzug des Ventilators (oder Fan) wieder abgekühlt.

 

Es ist insofern ein Kompromiss, weil das Aluminium die Wärme nicht so gut leitet, wie das Kupfer. Im Gegensatz zum vorherigen Kühlkörper ist dieser aber schon ein enormer Fortschritt. Schon nach den ersten Minuten in Betrieb zeichnet sich eine deutlich geringere Temperatur der CPU ab, als beim Betrieb mit dem vorherigen Bauteil. Natürlich könnte man noch mehr (in diesem Fall wohl eher weniger, wenn es um Temperatur geht) rausholen, aber ein Kühlkörper nur aus Kupfer ist schwer und teuer. Daher bleibe ich erstmal bei diesem Teil.

Lüfter des Arctic Freezer 13 CO
Lüfter des Arctic Freezer 13 CO

Im Gegensatz zum Vorgänger kann der neue Lüfter nur noch bis zu 2000UPM drehen. Das reduziert den Lärmpegel natürlich deutlich. Man hört ihn zwar noch, aber das Geräusch ist angenehmer, als das Surren vom alten Lüfter. Jetzt brummelt er nur noch vor sich hin. Dank PWM läuft er auch nicht dauerhaft auf Volllast, sondern passt sich mit der Geschwindigkeit immer an die aktuelle Temperatur der CPU an. Ich musste das noch im BIOS umstellen, aber es gibt heutzutage sicher genug Mainboards, bei denen das schon standardmäßig so eingestellt ist.

 

Durch die spezielle Anordnung und Form der Schaufelblätter transportiert der Lüfter einiges an Luft durch das gesamte PC-Gehäuse. Zusammen mit den anderen Lüftern bringt er einen auch von außen spürbaren Luftzug ins Innere des Computers. So wird also nicht nur die CPU effektiv gekühlt, sondern auch die umliegenden Komponenten bekommen einen Luftzug ab, was sie natürlich passiv mitkühlt.

Rausgeworfen und eingebaut

Sharkoon PC Gehäuse mit dem alten Kühler
Das PC Gehäuse mit dem alten Kühler

Auf dem nebenstehenden Bild sieht man noch einmal die Kühlvorrichtung, die bis vor kurzem die CPU gekühlt hat. Sie besteht aus einem 75x70x30mm großen Lamellenblock aus Aluminium und einem Lüfter, dessen Gehäuse ebenfalls 70mm misst. Für eine Quadcore CPU mit 3Ghz ist das unterdimensioniert und auf die Dauer zu wenig. Gerade im Sommer, wenn es im Haus noch etwas wärmer ist, kommt der Kühler kaum noch mit. Hier hätte sich AMD ruhig ein bisschen mehr Mühe geben können.

 

Läuft die CPU auf Volllast, zum Beispiel beim Rendern eines Videos, steigt sie Temperatur rapide an und pendelt sich dann bei 60°C ein. Dass das eigentlich zu viel ist, ist klar. Daran sieht man aber deutlich, dass der Kühlkörper aus Alu die Abwärme einfach zu schlecht wegleitet. Auf dem Mainboard ist zwar sowieso schon zu wenig Platz, aber für einen ordentlichen CPU Kühler wird sich noch Raum finden lassen.

Der alte Kühlkörper ist nun ausgebaut
Der alte Kühlkörper ist nun ausgebaut

Doch bevor wir das neue gute Stück einbauen können, muss erstmal das alte Teil raus. Das ist eine Sache von höchstens einer Minute und somit kein übermäßiger Aufwand. Damit es leichter ging, habe ich zuerst den Lüfter abgeschraubt und dann den Kühlkörper entfernt. Das war ein bisschen schwergängig, da die Wärmeleitpaste zwischen CPU und Kühler recht zäh ist. Ein bisschen ziehen und drehen und schon hat man den Alu-Block in der Hand.

 

Vor der Montage des neuen Kühlers ist es essentiell wichtig, dass erst die alte Wärmeleitpaste entfernt wird. Es soll ja nur eine dünne Schicht zwischen CPU und Kühler liegen und keine Unmengen. So habe ich erstmal die groben Rückstände mit einem Taschentuch entfernt. Die feinen Überbleibsel wurden dann mit Waschbenzin und einem neuen Tuch abgewischt. Dadurch dürfte ich die alte Wärmeleitpaste endgültig eliminiert haben, sodass die neue, welche bereits auf dem Kühlkörper aufgetragen ist, ihre volle "Leistung" entfalten kann.


Arctic Freezer 13 CO ist nun eingebaut
Kühler montiert - Umbau abgeschlossen

Ist er erstmal eingebaut, wirkt der neue Kühler riesig und überdimensioniert im Vergleich zum vorherigen. Er nimmt deutlich mehr Platz in Anspruch, was aber nicht wirklich schlecht ist. Viel Platz ist zwar nicht in dem Gehäuse und auch nicht auf dem Mainboard, aber der kann ja ruhig genutzt werden, vor allem, wenn es ein derartiger Kühler ist. Ganz knapp wurde es übrigens mit einem der Arbeitsspeicher. Meine RAM-Riegel haben noch eine metallene Hülle, die zur Kühlung dieser vorgesehen ist und genau diese Hülle ist im Weg. Der Kühler stößt hier an den anderen Kühler. Wenn man den RAM-Riegel jedoch leicht wegdrückt, dann passt alles und funktioniert weiterhin.

 

Insofern ist das Mainboard, welches ein Biostar A880GZ ist, wohl nicht direkt für so große Kühler ausgelegt. Mit ein bisschen Drücken geht es aber trotzdem. Der Kühlkörper kühlt von nun an für die nächsten Monate und vielleicht auch länger die CPU und das Mainboard gleich mit. Nach den ersten Tagen, die er in Betrieb war, kann ich schon sagen, dass er wirklich empfehlenswert ist. Ein Check unter Volllast seitens der CPU ist ein Stückchen weiter unten im Praxistest zu finden.

Eindrücke

Arctic Freezer 13 CO in Action
Der neue Kühler in Action
Arctic Freezer 13 CO auch sichtbar durch die Gehäuseöffnung
Von außen ist das neue Bauteil auch deutlich erkennbar

Praxistest

Messungsdaten mit viel zu hohen Werten
Mit dem Stock Kühler, welcher der CPU beilag, stiegen die Werte sehr weit

Vor nicht allzu langer Zeit waren die rechts abgebildeten Werte noch Realität. Als dieser Screenshot aufgenommen wurde, lief der Rechner schon 17 Minuten auf Volllast, da ich gerade ein neues Video für YouTube gerendert habe. Um die Last nicht noch weiter zu erhöhen, habe ich alle Programme, die zu diesem Zeitpunkt nicht gebraucht wurden, geschlossen. Trotzdem hakte das System ein bisschen und verhielt sich träge.

 

Der originale CPU-Lüfter, der von AMD beigelegt wurde, erreichte stolze 5720RPM, was schon extrem ist und auch die Recheneinheit selbst konnte keinen kühlen Kopf bewahren. Teils erreichte sie sogar kurzzeitig 62°C. Das muss nicht sein und das wird auch nie wieder sein, da nun der neue Kühlkörper mitsamt Lüfter eingebaut ist. Solche Zahlen werden also nicht mehr so schnell auftauchen.

Arctic Freezer 13 CO Praxistest unter Volllast
Mit dem Freezer sieht das schon deutlich besser aus

Mit dem eingebauten neuen Kühler sieht man schon sehr deutlich den Unterschied. Das gesamte System wird mehr oder weniger mitgekühlt, weil er eigentlich die ganze Luft, die im Gehäuse ist, umwälzt und in Bewegung bringt. Zum Zeitpunkt des Screenshots lief das System schon seit 21 Minuten auf Volllast, welche mal wieder durch das Rendern eines Videos erzeugt wurde.

 

Im Gegensatz zum Vorgänger stört der neue Lüfter kaum, selbst wenn er seine 2000RPM Maximaldrehzahl fast ausdreht. Ein deutlicher Gewinn also für das Raumklima und die Personen, die sich im Umkreis befinden. Niemand wird mehr gestört man selbst kann, sofern Kopfhörer benutzt werden, ungestört weiter seine Musik hören. Da die Recheneinheit nämlich einen deutlich kühleren Kopf hat, als früher, läuft das System auch wieder flüssig, selbst unter Volllast. Ich kann problemlos neue Programme öffnen, ohne Ruckeln im Internet surfen oder andere Dinge erledigen.

 

Graphen für Temperatur und Lüftergeschwindigkeit während des Laufs
Die jeweiligen Graphen für Temperatur und Lüftergeschwindigkeit während des Laufs (für eine scharfe Ansicht auf das Bild klicken)

 

An den Graphen oben sieht man nochmal ganz gut die Entwicklung und den Verlauf der beiden überwachten Parameter. Der große Knick im Verlauf der Temperatur lässt sich so erklären, dass das Video-Programm kurzzeitig weniger Ressourcen gebraucht hat, die CPU Belastung also gesunken ist und so die Temperatur schlagartig gefallen ist, da der Kühler ja weiterhin auf Volllast lief. Der Lastabfall hat aber nicht lange genug gedauert, als dass der Lüfter hätte reagieren können. Daher pendelt sein Graph mehr oder weniger auf einem konstant hohen Wert.

 

Am rapiden Abfall der Temperatur nach Abschluss des Rendering lässt sich eindrucksvoll beweisen, wie leistungsfähig dieser Kühler ist. Innerhalb kürzester Zeit bringt er die CPU wieder auf Normaltemperatur. Der alte originale Kühler hat das nicht ansatzweise so schnell hinbekommen.

Fazit

Arctic Freezer CO 13
Super Kühler für Super CPU

Der Arctic Freezer 13 CO macht eine wirklich gute Figur und ist jeden Cent wert. Er kann durch seine Größe und die Förderleistung des Lüfters nicht nur die CPU kühlen, sondern auch die gesamten restlichen Komponenten im Gehäuse. Selbst eine Quadcore CPU mit 3Ghz Taktfrequenz unter Volllast kann er auf einer annehmbaren Temperatur halten, was zum Beispiel der originale Kühler nicht ansatzweise geschafft hat. Zudem ist er nicht sonderlich laut. Er fällt zwar noch auf, aber selbst wenn er seine 2000RPM komplett ausdreht, stört das Geräusch nicht. Dank PWM-Technologie dreht er jedoch größtenteils deutlich niedriger.

 

Vor dem Kauf sollte man sich aber auf jeden Fall vergewissern, ob auch genug Platz im Gehäuse und auf dem Mainboard vorhanden ist und ob der Kühlkörper nicht eventuell mit anderen Bauteilen in Konflikt kommen könnte. Steht genügend Platz zur Verfügung, ist der Einbau in maximal 5 Minuten erledigt. Begünstigend kommt noch hinzu, dass schon von Werk aus eine Schicht Wärmeleitpaste aufgetragen ist, weshalb man nur die alte Paste mit z.B. Waschbenzin entfernen muss und schon das Upgrade montieren kann.