Brushless Motor KD 600L - Erfahrungsbericht

Brushless-Set im E-Revo
KD600L Outrunner an Turnigy Trackstar 150A

Noch nicht lange ist es her, als ich in meinem Traxxas E-Revo 1/8 noch einen ganz speziellen Motor verbaut hatte. Es war ein Brushless Motor, der sonst eigentlich nur in RC-Helikoptern Verwendung findet. Die Rede ist von einem Outrunner. Der hauptsächliche Beweggrund dafür war, dass ich einfach etwas neues ausprobieren wollte, was vorher wohl kaum jemand gemacht hat. Es sollte etwas exotisches sein, etwas außergewöhnliches. Und das war es auch.

Erkunden

Besuch mich auch auf anderen Websites. Hier findest du eine kleine Auswahl.

Suchen

Durchsuche diese Website mithilfe der benutzerdefinierten Suchmaschine von Google:

Loading

Empfehlen

Empfiehl diese Seite deinen Freunden auf Facebook & Google+:

Teilen

Teile Inhalte der Site mit deinen Freunden:



Das Besondere an diesem Motor war es schlicht und einfach, dass der Rotor, also das drehende Teil, außen liegt. In diesen Outrunner Motoren sind mehr Pole verbaut, als in anderen Aggregaten, die den Rotor innenliegend haben. So ist es einfach die schiere Anzahl an vorhandenen Magneten (sowohl Elektro-, als auch Permanentmagnete), die den hauptsächlichen Vorteil bringen. Dieser ist es nämlich, dass man das Gas leichter und feinfühliger, auch ohne wasser- und schmutzanfälliges Sensorsystem, dosieren kann und dass mehr Drehmoment anliegt. Je niedriger die Nenndrehzahl bei solchen Motoren ist, desto mehr Leistung haben sie in der Regel. In meinem E-Revo war ein solcher mit 1400kv (Umdrehungen pro Volt) und 1600W Nennleistung verbaut. Die Bezeichnung war KD600L.

 

Die Motorwelle hatte einen Durchmesser von 5mm und auch die restlichen Abmessungen des Motors waren in Ordnung, sodass er in den Innenraum problemlos passte. Lediglich die etwas zu lange Motorwelle musste durch Unterlegscheiben ausgeglichen werden. Angegeben war zudem, dass der Motor mit bis zu 6s LiPo betrieben werden konnte. 25,2V verkraftete er also locker.

 

Der Nachteil dieser Motoren liegt jedoch schon auf der Hand, gerade beim Einsatz in einem solchen Modell, wie hier. Der Rotor liegt außen und ist daher ziemlich anfällig für Schmutz und kleine Steinchen. Im Gelände kann man also nicht mehr fahren, es sei denn, man baut eine Art Käfig um den Motor, um ihn vor jeglichen Einflüssen zu schützen. Da ich dieses Modell aber nur noch auf der Straße gefahren bin, war das für mich im Einzelnen kein Problem.

 

Um erst einmal ein Gefühl für das Fahren mit einem 1:8er Modell und einem darin verbauten Heli-Motor zu bekommen, bin ich vorsichtshalber mit einer 2x2s Akkukunfiguration gefahren. Die 16,8V waren absolut kein Problem für die Kombo. Die maximal gemessene Leistung betrug 1309,6W. Umgerechnet sind das 1,77PS. Bei einigermaßen guten Akkus war dann auch die maximale Stromstärke von 86,56A erreicht. Zum gemütlichen Fahren reichte das.

 

Mit der Zeit hat es dann aber im Gasfinger gejuckt und ich wollte mehr. Also mussten zwei 3s LiPos her. Gesagt, getan. Die neuen Akkus hatten die Bezeichnung SLS EPU 5000mAh 30C (3s1p).

 

Die nun gemessenen Daten sprengten die vorherigen mit Leichtigkeit. Lediglich 2 zusätzliche Zellen brachten die gesamte Spannung auf 25,2V. Höchstwert Nummer 1. Die nächsten Maxima ließen nicht lange auf sich warten. Die erste Fahrt wurde leider noch mit zu weicher Rutschkupplung durchgeführt, was dafür sorgte, dass die Leistung nicht wirklich gut auf die Straße gebracht werden konnte. Die gemessenen 2154,5W bei einem Strom von 98,2A sprachen trotzdem schon für sich. Schließlich sind das knapp 3PS, die wirklich in jeder Lage den E-Revo dazu bringen konnten, einen Wheely zu machen.

 

So konnte ich einige Zeit lang sehr gut mit dieser Kombo fahren. Im Video-Bereich gibt es auch einige Videos vom E-Revo, wie er mit genau diesem Motor fährt.

 

Mit der Zeit wurde dem Auto bloß ein ganz bestimmtes Problem zum Verhängnis:

 

Dieses bestand darin, dass die Planfläche auf der Welle nur gering war. Damit die Madenschraube, die das Ritzel auf der Welle fixiert, halten kann, schraubt man diese auf die Planfläche. Sonst würde der Motor sofort durchdrehen, sobald sich diese Schraube nur leicht löst.

Durch den begrenzten Bereich ließ sich das Motorritzel aber nur so montieren, dass es zu ca. 85% auf dem Hauptzahnrad "auflag". Die gesamte Zahnbreite wurde also nicht ausgenutzt. Das hatte mit der Zeit die Auswirkung, dass sich die Welle, auf der die Slipper-Kupplung montiert war, sich verbog. Der Slipper selbst hat wohl auch etwas abbekommen. So ist es also immer wichtig, die Zahnräder möglichst so zu montieren, dass sie komplett ineinander greifen und nicht nur teilweise.

 

Eine andere Sache, die ich aber eher dem Ritzel in die Schuhe schiebe, ist der kleine Unfall mit einem Stein, der die komplette Vorderachse zerstört hat. Nach der Beschleunigungsphase hat sich die Madenschraube im Ritzel gelöst und hat so dafür gesorgt, dass ich nicht mehr bremsen konnte. Das ganze Auto ist so ungebremst gegen einen Stein gerollt, da es die einzige Möglichkeit war, keinen Sachschaden anzurichten.

Da die Planfläche auf der Motorwelle aber nur klein war und ich nur kaum dran gekommen bin, um die Madenschraube richtig festzuziehen, kann es natürlich gut sein, dass der Motor selbst auch eine Mitschuld trägt. Der ganze Bericht von dem Unfall steht hier: Tuning nach Crash

(Du musst ein bisschen nach unten scrollen, um zum Bericht zu gelangen).

 

Nachdem sich aber nun vor ein paar Wochen ein Magnet im Rotor gelöst hat und den Motor somit schwergängig und letztendlich funktionsunfähig gemacht hat, ist der Outrunner im E-Revo sowieso Geschichte. Welcher Motor nun in diesem Modell verbaut ist, erfährst du, wen du auf den folgenden Link klickst, der dich direkt zum entsprechenden Artikel leitet: Traxxas E-Revo 1:8


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Markus (Donnerstag, 09 März 2017 09:51)

    Ein toller Testbericht.. guter Motor!